Am Hödl Hof in Stubenberg am See, heute in elfter Generation geführt, entstehen Edelbrände aus eigenem Obst. Mit The Wald hat die Brennerei einen Gin gemacht, der nach dem Wald hinter dem Hof schmecken soll. Wir waren dort.
Wer von Stubenberg am See die Hügel hinauffährt, kommt am Hödl Hof vorbei, bevor die Straße im Wald verschwindet. Obstgärten auf der einen Seite, Fichten und Tannen auf der anderen. Hier entstehen Edelbrände aus dem eigenen Obst. Den Hof gibt es seit 1542, heute führt ihn die elfte Generation. Was neu ist, steht in einer gerippten, milchig weißen Flasche mit rosa Etikett: ein Gin, benannt nach dem, was hinter dem Haus beginnt.
Ein Gin aus dem, was vor der Tür wächst
Michiel, der den Betrieb heute führt, kam 2016 aus den Niederlanden in die Oststeiermark. Er erzählt die Entstehung von The Wald ohne große Worte. Die Idee sei einfach gewesen: die Zutaten zu nehmen, die ohnehin um den Hof wachsen, und daraus einen Gin zu destillieren, der sich auch so anfühlt.
Im Glas landen drei Dinge, die sich auf dem Etikett und in jedem Gespräch über den Gin wiederholen: Waldbeeren aus dem hauseigenen Wald, Wacholder aus Österreich und das, was die Brennerei schlicht „Steiermark“ nennt, also Handwerk, Brennblase und Erfahrung. Mehr Erklärung gibt es nicht, und das ist Absicht.
Was wir im Glas gefunden haben
Wir haben The Wald pur verkostet, leicht gekühlt, und danach als Gin & Tonic. Pur zeigt sich der Gin frisch und klar. In der Nase zuerst Wacholder, dahinter eine beerige Note, die an einen Waldrand im Spätsommer erinnert. Am Gaumen bleibt der Wacholder das Rückgrat, die Waldbeere legt sich weich darüber, der Abgang ist sauber mit einer dezenten Süße. Mit 42 % Vol. hat er Kraft, wirkt aber nicht scharf.
Im Longdrink empfiehlt die Brennerei ein festes Verhältnis: 5 cl Gin, 15 cl Fever-Tree Mediterranean Tonic, viel Eis und eine Waldbeere als Garnitur, serviert im gerippten Ginglas des Hauses. In dieser Form tritt die Beerennote deutlicher hervor, der Wacholder hält den Drink trocken genug, um ihn nicht zum Dessert werden zu lassen.
Auf einen Blick
- ProduktThe Wald, Austrian Dry Gin
- Alkohol42 % Vol.
- Flasche0,7 l
- HauptzutatenWaldbeeren aus eigenem Wald, Wacholder aus Österreich
- HerkunftStubenberg am See, Steiermark
- BrennereiHödl Hof, Hof seit 1542, elfte Generation
- Serviervorschlag5 cl Gin, 15 cl Tonic, Eis, Waldbeere
Für wen dieser Gin gemacht ist
Die Brennerei beschreibt ihre Zielgruppe nicht mit Alter oder Einkommen, sondern mit einer Haltung: Menschen, die schon einige Gins probiert haben und lieber etwas entdecken, als wieder dieselbe Flasche nachzukaufen. Für sie soll The Wald eine Geschichte mitbringen, die sich am Tisch erzählen lässt, und einen Geschmack, der zu dieser Geschichte passt.
Uns ist bei der Verkostung aufgefallen, wie sehr der Gin von seinem Serviervorschlag lebt. Pur ist er ein ruhiger Begleiter für den Abend. Im Gin & Tonic wird er zu dem, was die Brennerei offenbar im Sinn hatte: einem Glas, bei dem Gäste nachfragen, was da eigentlich drin ist.
Das Set zum Kennenlernen
Für den Einstieg hat die Brennerei ein Set zusammengestellt: eine Flasche The Wald (0,7 l), sechs Flaschen Fever-Tree Mediterranean Tonic, zwei Gläser und einen Gutschein, dazu kostenloser Versand. Es kostet derzeit 58,99 € statt regulär 99,98 €. Bestellt wird direkt im Onlineshop der Brennerei, Lieferzeit laut Shop zwei bis fünf Werktage.
The Wald G&T-Set
Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der Brennerei Hödl Hof entstanden und enthält Affiliate-Links. Der Alpen-Kurier kennzeichnet kommerziell finanzierte Inhalte eindeutig als Anzeige. Die Verkostung wurde redaktionell durchgeführt. Preise laut Onlineshop der Brennerei, Stand September 2026, Änderungen vorbehalten.
Genieße verantwortungsvoll. Nicht für Personen unter 18 Jahren. Hergestellt in Österreich.