Auf der Hütte gehört sie zum Abend wie das Holzfeuer. Zu Hause fehlt sie meist. Wir haben uns angesehen, was einen guten Zirbenschnaps ausmacht, und einen aus der Oststeiermark verkostet, der im Eichenfass reift.

Es gibt diesen Moment auf jeder Almhütte, meist gegen fünf, wenn die Sonne hinter den Grat rutscht und die Wirtin ungefragt eine Flasche auf den Tisch stellt. Rotbraun, harzig in der Nase, eiskalt aus der Truhe. Wer im Sommer in den Tauern oder im Salzkammergut unterwegs war, kennt das Ritual. Und wer im Herbst wieder zu Hause in München, Stuttgart oder Köln sitzt, stellt fest, dass es sich schwer mitnehmen lässt.
Dabei liegt es weniger an der Stimmung als am Schnaps selbst. In unserer Recherche haben wir mit Brennern gesprochen, Etiketten gelesen und verkostet. Das Ergebnis ist unspektakulärer, als man denkt: Es kommt auf die Zapfen an, auf die Zeit und auf das Holz.
Was die Zirbe eigentlich ist
Die Zirbe, botanisch Pinus cembra, wächst an der Baumgrenze, dort, wo andere Bäume aufgeben. Sie wird mehrere hundert Jahre alt und bildet Zapfen, die im Frühsommer noch geschlossen und saftig rot sind. Genau in diesem Zustand werden sie für Schnaps geerntet: Das Harz ist dann am intensivsten, die Aromen sind grün, würzig, beinahe waldig.
Die Zapfen werden zerkleinert und in einem Obstbrand angesetzt. Was dabei entsteht, ist streng genommen kein Destillat aus der Zirbe, sondern ein Auszug. Entscheidend ist, wie lange er ziehen darf und was danach passiert.
Ein Familienbetrieb aus der Oststeiermark
Die Brennerei Hödl Hof liegt in Stubenberg am See, im Oststeirischen Hügelland. Sie ist kein Konzern, sondern ein Familienbetrieb: Seit 1542 ist der Hof in Familienbesitz, seit 2024 führen ihn Stephanie und Michiel Jalink in elfter Generation.

Was in die Flaschen kommt, wächst zu einem großen Teil am Hof selbst: auf rund 20 Hektar eigenen Obstanlagen mit Williamsbirnen, Hirschbirnen, Marillen, Äpfeln, Zwetschken und Vogelbeeren. Dazu gehört ein eigener Wald. Angebaut, gebrannt und abgefüllt wird am Hof, nach dem Grundsatz: von der Frucht bis zur Flasche.

Für ihre Brände und Liköre wurde die Brennerei mehrfach ausgezeichnet, der Zirben-Aperitif Zirberol etwa mit 95 Falstaff-Punkten. Im Onlineshop haben Kundinnen und Kunden über Trusted Shops bislang 2.981 Bewertungen abgegeben, im Schnitt mit 4,88 von 5 Sternen.


Neben Edelbränden aus eigenem Obst hat sich die Brennerei in den vergangenen Jahren auf Zirbe spezialisiert, in mehreren Stufen, von mild bis kräftig.
Die kräftigste davon heißt schlicht Zirbe Fass. Für sie werden saftig rote Zirbenzapfen in Obstbrand angesetzt und anschließend im Eichenfass gelagert, mit einem Hauch Schlehensaft. Künstliche Zusätze kommen laut Brennerei nicht hinein. Abgefüllt wird mit 38 % Vol.

Die Verkostung
Im Glas zeigt sich ein tiefes Bernstein mit rötlichem Schimmer. In der Nase zuerst Harz, dann eine bittersüße Note, die an dunkle Schokolade erinnert. Am Gaumen kräftig und feinwürzig, das Holz des Fasses ist spürbar, drängt sich aber nicht vor. Der Abgang ist lang und bleibt harzig.
Kühl getrunken, nicht eiskalt, entfaltet er sich am besten. Wer auf der Hütte den dunklen Zirbenschnaps bestellt hat, erkennt ihn wieder.
Vier Zirben an einem Abend
Wer nicht nur eine Flasche, sondern den ganzen Hüttenabend nach Hause holen möchte, findet bei der Brennerei ein Set, das genau so gebaut ist: Es beginnt mit dem Zirben-Aperitif Zirberol (16 % Vol.) zum Anstoßen, geht über das milde Zirberl (25 % Vol.) und den HAUS Zirbenlikör bis zur kräftigen Zirbe Fass. Jeweils in der 1-Liter-Flasche, dazu sechs Stamperl, Zirben-Schokolade, eine Stofftasche, ein Cocktail-Handbuch, eine digitale Verkostung und ein 15-€-Gutschein für den nächsten Einkauf.

Einzeln kosten die vier Flaschen mit Zubehör 168,99 €, im Set 99,99 €. Die Lieferung ist nach Deutschland und Österreich ab einem Bestellwert von 66 € versandkostenfrei, das Set liegt darüber. Die Brennerei hat angekündigt, die Preise zum 1. Jänner 2027 anzupassen.
Was Käuferinnen und Käufer sagen
Auf der Seite der Brennerei hat Zirbe Fass zum Stand unserer Recherche 172 Bewertungen mit einem Durchschnitt von 4,96 von 5 Sternen. Zwei Stimmen, stellvertretend:
„Vollmundig und kräftig im Geschmack. Einfach ein Genuss.“
„Volles Aroma, weicher Abgang, angenehmes Zirbenaroma.“
Auf einen Blick
- ProduktZirbe Fass, Brennerei Hödl Hof
- HerkunftStubenberg am See, Steiermark
- Brennereiseit 1542, elfte Generation
- Ansatzsaftig rote Zirbenzapfen in Obstbrand
- ReifungEichenfass, Hauch Schlehensaft
- Alkohol38 % Vol.
- Flasche1,0 l · 32,99 €
- Premium-Set99,99 € statt 168,99 €
Das Premium-Set · Vier Zirben
Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der Brennerei Hödl Hof entstanden und enthält Affiliate-Links. Der Alpen-Kurier kennzeichnet kommerziell finanzierte Inhalte eindeutig als Anzeige. Verkostungen werden redaktionell durchgeführt. Die zitierten Stimmen stammen aus öffentlich einsehbaren Käufer-Bewertungen auf edelbrand.at (Stand September 2026).
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